Kontroverse

Autor/en: Gunnar Rettberg

Vor allem ein in der Tradition der kategorialen Konfliktdidaktik Gieseckes (2000) stehender Teil der Disziplin der sozialwissenschaftlichen Fachdidaktik sieht Aktualität als eine wichtige Anforderung an den sozialwissenschaftlichen Unterricht. So formuliert Reinhold Hedtke in einem Beitrag zum integrativen Paradigma der sozialwissenschaftlichen Fachdidaktik mit Bezug auf ein von Günter C. Behrmann, Tilmann Grammes und Sybille Reinhardt (2004) entwickeltes Kerncurriculum: „Kategorien und Konflikte bilden den Kern des Unterrichts, dessen wichtigste Leitlinien Aktualitätsprinzip, Fallprinzip und Schülerorientierung sind“ (Hedtke 2005, S. 23).

Autor/en: Sibylle Reinhardt

Politische Bildung für die Demokratie ist normativ, denn Demokratie ist ein wert-volles politisches System. Die gleiche Würde des Menschen für alle ist ein allgemeiner, also universaler Wert, der sich im gleichen Wahlrecht der wahlberechtigten Bürger niederschlägt. Universale Werte müssen für bestimmte Situationen konkretisiert werden, was in der Regel politische Konflikte hervorruft: Soll das Wahlrecht nur für volljährige und geschäftsfähige Individuen gelten oder auch für Minderjährige? … nur für Staatsbürger(innen) oder auch für andere, die hier leben?

Autor/en: Reinhold Hedtke

Ein Schulfach der sozialwissenschaftlichen Domäne in Deutschland und Europa umfasst typischerweise mehrere Wirklichkeitsbereiche – etwa Wirtschaft und Politik – und bezieht sich üblicherweise auf mehrere Wissenschaftsdisziplinen – etwa Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft. Woran sollen sich Lehrkräfte in solchen Fächern orientieren?

Autor/en: Bettina Zurstrassen

Leichte Sprache wird derzeit als ein Königsweg in der Inklusionsdebatte propagiert, mit der die Chancen gesellschaftlicher und politischer Teilhabe von Menschen mit (und auch ohne) Lernproblemen erweitert werden sollen.