In dem Sinne, in dem Wissenschaft eine systematisch-kritische Weise der Erkenntnissuche bezeichnet, beanspruchen die vorliegenden Lernwege Wissenschaftlichkeit. Sie beruhen auf - pragmatisch gefundenen - sozialwissenschaftlichen Kategorien (vergleichbar der Konfliktdidaktik Gieseckes) und führen empirisch-analytische, hermeneutische und ideologiekritische Gesichtspunkte zusammen. Aber ich habe diese Fernwege bewußt nicht in einer gehobenen Wissenschaftssprache ausformuliert, sondern umgangssprachlich, um z.B. den Schülern die Aneignung dieser Lernwege zu erleichtern. Jetzt zeigt sich auch in dieser Diskussion, daß die nur angedeutete sozialwissenschaftliche Grundlage zu vielen Fragen und Mißverständnissen führt. Hierfür übernehme ich Mitverantwortung, hier werde ich nachzutragen haben. Die Lernwege genügen auch der Trialektik Klafkis von Sachstruktur, Schülerorientierung und Lernprozeß. Es sind eben auch didaktische Modelle, die selber einer spezifischen Methodik bedürfen. Im Kern zielt meine Arbeit unverändert darauf, solche Lernwege in den Mittelpunkt der Theorie und Praxis des politischen Unter[/S. 21:]richts zu rücken. Aber es wird noch sorgfältig zu prüfen sein, ob nicht eine um Lernwege zentrierte politische Bildung unter einer mißverständlichen, wenn nicht sogar falschen Flagge fahrt, wenn ich an dem Terminus der methodenorientierten Politikdidaktik festhalte.