1. Vgl. dazu den neuesten Literaturbericht von Kurt Gerhard Fischer: "Krise" - "Misere" - "Elend": Politische Bildung heute. Ein Literaturbericht, in: Z. f. Päd. 33 Jg. 4/1987 S. 547-564.
  2. Vgl. Fischer, K.G. a.a.O. S. 548f.
  3. Janssen, Bernd: Wege politischen Lernens. Methodenorientierte Politikdidaktik als Alternative zur Pädagogik der guten Absichten. Frankfurt/Main 1986.
  4. Vgl. K.G. Fischers berechtigte Kritik an Bernd Claußens sprachlichem Duktus a.a.O. S. 553.
  5. Namhafte Hochschuldidaktiker bemühen sich seit Jahren, durch ihre Mitarbeit bei der Erstellung von Lehrplänen und Handreichungen ihre Didaktiken für die Praktiker besser verdaulich zu machen. Darüber hinaus betätigen sich einige auch als Schulbuchautoren. Insofern bleibt mir der Sinn dieser Kritik verborgen.
  6. Das jüngste Beispiel unlauteren Umgangs mit Texten: vgl. Fischer K.G. bei seiner Auseinandersetzung mit Sutor und Hilligen a.a.O. S. 552 und 561.
  7. Gagel, Walter: Politik - Didaktik - Unterricht. Eine Einführung in didaktische Konzeptionen des politischen Unterrichts, Stuttgart 1979. Nicht mit berücksichtigt sind in dieser Publikation z.B. die Neubearbeitungen der Didaktiken von Wolfgang Hilligen 1985 und Bernhard Sutor 1984, die sich, wie auch K.G. Fischer a.a.O. S. 559 positiv anmerkt, stärker der unterrichtspraktischen Seite politischer Bildung annehmen.
  8. Klafki, Wolfgang: Zur Unterrichtsplanung im Sinne kritisch-konstruktiver Didaktik, in: Adl-Amini, Bijan/Künzli, Rudolf (Hg.): Didaktische Modelle und Unterrichtsplanung, Juventa Verlag München 2198l S. 20.
  9. Ebda. S. 20f, vgl. auch S. 20, wo Unterrichtsmethode definiert wird "als Inbegriff der Organisations- und Vollzugsformen zielorientierten unterrichtlichen Lernens".
  10. Vgl. grundlegend zur hier angedeuteten Politikvorstellung Buchheim, Hans: Theorie der Politik, R. Oldenbourg München, Wien 1981.
  11. Diese Definition impliziert im übrigen, daß Politik als Modus sozialen Handelns auch in anderen sozialen Bereichen (wie z.B. im Verein und im Betrieb) eine Rolle spielt, insofern als auch dort das "Miteinander" zum Problem werden kann und diese Probleme gemeinsam zu bewältigen sind. Ein Umstand der didaktisch geschickt ausgenutzt, dem Schüler das Verständnis für das Politische erleichtern kann. Aber das Politische ist in diesen Bereichen, in denen es um die Erfüllung gemeinsamer Zwecke (z.B. Produktion von Gütern, sportliche Betätigung etc.) geht, sekundär. Dagegen ist Politiktreiben der alleinige Zweck von im engeren Sinn politischen Organisationen und Institutionen wie z.B. Parteien, Parlamenten etc. Weiterhin verdeutlicht diese Definition, daß für Politik alle sozialen Bereiche insofern relevant sind, als sie durch Politik betroffen sind (durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen, gesetzliche Regelungen etc.) oder zukünftig für Politik bedeutsam werden können. Ein Faktum, das aber nicht dazu verführen darf, das Soziale und das Politische zu identifizieren und von daher sämtliche gesellschaftlichen Bereiche zu politisieren.
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  12. Sutor, Bernhard: Neue Grundlegung politischer Bildung, 2 Bände. Band I: Politikbegriff und politische Anthropologie, Band II: Ziele und Aufgabenfelder des Politikunterrichts, Schöningh Paderborn 1984; Bd. II S. 49.
  13. Grundlage dieser philosophisch-politischen Anthropologie ist die Personalität des Menschen, die sich entfaltet und begrenzt ist in dem dialektischen Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Sozialität einerseits und Überlieferung und Fortschritt andererseits. Sie sieht den Menschen als "soziale und geschichtlich verfaßte Person, die zur Selbstentfaltung als handelndes und damit verantwortliches Wesen in den Grenzen, aber auch mit den Chancen dieser Bedingungen fähig ist, nämlich in Kommunikation mit den anderen und in wechselnden Situationen"; Sutor a.a.O. Band I S. 60f, vgl. dort auch S. 55-61 und S. 85ff, wo auf diesen anthropologischen Ansatz und dessen Relevanz für Politikbegriff und politische Bildung ausführlicher eingegangen wird.
  14. So gesehen ist politische Bildung, ähnlich wie unsere Geschichte oder unsere Muttersprache ein unverzichtbares Stück Allgemeinbildung. Ein Gedanke der unter dem Stichwort "Politische Bildung als Allgemeinbildung" neuerdings zurecht wieder stärker in der bildungspolitischen Diskussion betont wird. Vgl. dazu die gleichnamige Publikation der bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (Seminarberichte 9) mit Beiträgen von Hans Buchheim, Erich E. Geißler und Bernhard Sutor, München 1985.
  15. Vgl. Grosser, D./Hättich, M./Oberreuter, H./Sutor, B.: Politische Bildung. Grundlagen und Zielprojektionen für den Unterricht an Schulen, Klett Stuttgart 1976; vgl. auch grundlegend zum Begriff "Politische Rationalität" als Ziel politischer Bildung Sutor 1984 Band II S. 45ff.
  16. Sutor 1984 Band II S. 50f.
  17. Die hier von der Sache her (politische Rationalität, Politikbegriff) begründete Forderung kann auch lerntheoretisch fundiert werden vgl. dazu Bruner, Jerome S.: Entwurf einer Unterrichtstheorie Düsseldorf 1974, wo der Begriff des Strukturlernens entfaltet wird.
  18. Vgl. Sutor 1984 Bd. II S. 48f, wo der Begriff "Mentalität" zur Kennzeichnung der "engen Symbiose von Kognition und Emotion" im Bereich der Werthaltungen und Interessen, die in der Politik eine kaum überschätzbare Rolle spielen, eingeführt wird.
  19. Hättich, Manfred: Rationalität als Ziel politischer Bildung. Akademiebeiträge zur Lehrerbildung Band 6 Olzog Verlag München 21978 S. 14.
  20. Die im Fragenkatalog unterstrichenen politischen Kategorien (vgl. auch die unten abgedruckte Strukturskizze) sind in der Sekundarstufe I als relativ konkrete Schlüsselfragen zu verwenden. In der Regel können sie erst in der Sekundarstufe II als politische Grundbegriffe selbst zum Gegenstand unterrichtlicher Reflexion gemacht werden.
  21. Sutor 1984 Band II S. 70.
  22. Sutor 1984 Band II S. 91.
  23. Sutor 1984 Band II S. 94.